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adventureproject.de @ Rallye Dakar 2007

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Tag 21 - Das Finale
Heute fuhr die Rallye ihre traditionelle finale Runde am Lac Rose östlich von Dakar. Natürlich waren wir auch vor Ort, und konnten ein paar Meter vom Podium entfernt den einlaufenden "Rallye-Stars" zusehen. Vor allem den Privatfahrern mit Motorrädern waren die Strapazen der letzten Tage großteils deutlich anzusehen. Und man muss schon sagen: absoluten Respekt für jeden, der mit dem Motorrad die komplette Strecke bewältigt hat und in Dakar angekommen ist.

Rallye Dakar Rallye Dakar


Motorrad- und damit auch Gesamtsieger wurde ... auf KTM. Bei den PKWs konnte sich dieses Jahr ... den ersten Platz sichern. Jean Louis Schlesser schaffte es nur auf den dritten Platz, und war darüber anscheinend nicht so begeistert: beim Verlassen des Podiums wurde das "enfant terrible der Rallye Dakar" mal wieder seinem Ruf gerecht und verpasste den gesamten Zuschauern, Fotografen und Tontechnikern mit zwei satten "burn-outs" einige Ladungen Muscheln und Sand. Da wir in der ersten Reihe standen, um zu fotografieren, haben wir auch eine kräftige Sanddusche abbekommen - dafür gibt es hier jetzt auch keine Photos von Mr. Schlesser ;-)

Rallye Dakar Rallye Dakar
Rallye Dakar Rallye Dakar


Rund um den Lac Rose (der aufgrund des extrem hohen Salzgehalts tatsächlich rosa farbig ist) war den ganzen Tag eine Stimmung wie auf dem Volksfest. Neben diversen Akrobaten und Musikern dürfen da natürlich die für ganz Afrika obligatorischen Souvenirverkäufer mit schönen Holzschnitzereien, Stoffen und Schmuck nicht fehlen (inzwischen haben wir auf der gesamten Tour so viel eingekauft, dass unser Defender wahrscheinlich bald sein zulässiges Gesamtgewicht überschreitet...). Dass man trotz der Partystimmung immer ein Auge auf seine Wertgegenstände haben sollte, mussten wir leider auch feststellen: mitten zwischen den Souvenirständen starteten zwei Jugendliche einen (glücklicherweise sehr dilettantischen) Versuch, uns unser Geld aus der Hosentasche zu klauen.

Rallye Dakar Rallye Dakar


Am späteren Nachmittag mischten wir uns dann im Hotel Le Meridien in Dakar unter die Rallye Teilnehmer und schauten noch kurz beim "parc fermé" vorbei, in dem alle Fahrzeuge nach Abschluss Rallye abgestellt werden müssen.

Morgen werden wir noch einen "Ruhetag" südlich von Dakar verbringen. Am 23.1. geht es dann wieder zurück nach Tanger in Marokko zur Fähre: ca. 3.500 Km quer durch Mauretanien, die West Sahara und Marokko. Dazu hier mehr in den nächsten Tagen - stay tuned ...


Tag 22 - Chill out
Ein Tag richtiger "Urlaub" in unserem Dakar Urlaub: Sonne, Palmen, Sonnenschein - und das Reservat Bandia ein paar Kilometer südlich von Dakar sorgen für Unterhaltung.

Rallye Dakar Rallye Dakar
Rallye Dakar Rallye Dakar
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Tag 23 - Going north
Auf der Küstenstrasse machen wir uns heute auf den Weg Richtung Norden. Wie vermutet erwartet uns an der Fähre in Rosso über den Grenzfluss Senegal (der den Senegal von Mauretanien trennt) eine ganze Armee von Schleppern und anderen zwielichtigen Gestalten. Alle wollen uns natürlich nur helfen... und möglichst viel Geld dafür kassieren. Die Kontrollen zur Ausreise aus dem Senegal bringen wir noch ohne Schmiergeld erfolgreich hinter uns (obwohl wir keinen Einreisestempel vorweisen können, da wir ja im Rahmen des Rallye Trosses ohne Kontrolle eingereist waren).

Rallye Dakar Rallye Dakar


Um auf die Fähre zu kommen, bleibt uns nun nicht mehr viel Zeit, da die letzte schon um 18 Uhr geht. In der Wartezone vor der Fähre werden wir aber erstmal auf eine Seitenstrasse umgeleitet und dann schnell von einem LKW zugeparkt. Natürlich ist auch gleich einer der Schlepper zur Stelle: "wenn ihr vor dem LKW heute noch auf die Fähre wollt, dann müsst ihr mir etwas bezahlen." Nach langem hin- und her und hektischen Diskussionen schaffen wir es mit einem spontanen Rückwärtsrangieren an allen LKWs vorbei dann aber doch noch auf die Fähre.

Rallye Dakar Rallye Dakar


In Mauretanien geht es weiter auf der Teerstrasse. Wir kommen noch bis kurz hinter Nouakchott, wo wir ein paar hundert Meter vom Atlantik entfernt unsere Zelte aufschlagen.


Tag 24 bis Ende - Die Jagd auf die Fähre
Weiter Richtung Norden! Um unsere Fähre nach Sète in Frankreich zu erreichen, müssen wir in den nächsten Tagen noch viele Kilometer abspulen. Der Zustand der Straßen und die Tatsache, dass wir neben unseren 3 Geländewagen ja auch noch einen LKW dabei haben, tragen nicht unbedingt zu einer hohen Reisegeschwindigkeit bei... Zunächst erwartet uns aber eine positive Überaschung: in Mauretanien gibt es eine neue Teerstraße an der Küste entlang in Richtung Westsahara - so bleibt uns die Fahrt auf der schmalen Sandpiste erspart, die direkt am Atlantik entlang führt und nur bei Ebbe befahrbar ist.

Rallye Dakar Rallye Dakar


Nachdem wir die vielen Grenzposten nach Marokko erfolgreich hinter uns gebracht haben (siehe auch Tag 11 ...) startet die lange, eintönige Straße durch die Westsahara, auf der wir uns auf der Hinfahrt schon durch den Sandsturm gekämpft hatten. Ca. 350 Kilomenter vor Laayoune schlagen wir nochmal unser Nachtlager auf.

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen: um 6:30 Uhr sind wir schon wieder unterwegs. Heute wollen wir es mindestens bis Marrakech schaffen. Unsere ständigen Motivatoren sind die Meilensteine am Rand der Straße, auf denen die Kilometer bis zum nächsten Etappenziel zu sehen sind.

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Nach einem späten Mittagessen in Tan Tan Plage um 16 Uhr geht es weiter. Die Berge vor Marrakech fordern nochmal unsere volle Aufmerksamkeit. Vor allem deshalb, weil hier auf einmal extrem viele Reisebusse unterwegs sind, deren Fahrer entweder suizidgefährdet sind oder komplett unter Drogen stehen. So ein Bus überholt einen auch gerne noch, wenn man grad mit 120 Km/h auf einer doch recht kurvenreichen Straße durch die Berge unterwegs ist. Dazu kommen noch LKWs, die sich eigentlich immer und überall gegenseitig überholen. Nicht nur einmal mussten wir mit unserem Defender die Flucht auf den Seitenstreifen (=Schotter, Schlaglöcher, Felsbrocken) antreten, weil uns in einer Kurve 2 LKWs nebeneinander entgegen kamen. Als wir nach ca. 22 Stunden um 4:30 Uhr endlich an Marrakech vorbei sind, legen wir nochmal eine kurze Pause ein: 3 Stunden Schlafen im Auto (um den harten Recaro Sitzen im Defender zu entkommen, flüchten wir auf den Beifahrersitz des G-Modells (Eike) und in den Fußraum des LKWs (Martin)).

Um 8 geht es weiter über Casablanca nach Tanger. Ein paar kräftige Regengüsse und Hagelschauer verursachen heute noch ein nettes Verkehrschaos. Durch den Sand und Staub auf den Straßen, werden diese im Regen teilweise spiegelglatt. Vor allem die LKWs haben damit anscheinend so ihre Probleme: innerhalb von 4 Stunden fahren wir an mindestens 5 verunglückten LKWs vorbei.

Rallye Dakar Rallye Dakar


In Tanger erwartet uns wieder die Fähre "Fantaasia" - eine ausrangierte Fähre aus Tallin (Estland), die ursprünglich in Skandinavien ihren Dienst tat. Man sieht ihr auch an, dass sie ihre besten Jahre bereits hinter sich hat... Direkt nach Verlassen des Hafens muss die Fantaasia gleich mal zeigen, was sie noch so drauf hat: ein doch recht heftiger Sturm mit riesen Wellen begleitet uns für die ersten 20 Stunden - und führt dazu, dass sich die meisten Mitreisenden nochmal so einiges "durch den Kopf gehen lassen" (unter anderem das Abendessen). Mit einer Verspätung von ca. 11 Stunden erreichen wir dann nach 3 Tagen endlich Sète in Frankreich. Die restliche Strecke bis nach Tübingen meistert unser Defender genauso souverän wie die gesamten ca. 11.000 Kilometer, die wir seit unserem Start in Tübingen am 1.1. hinter uns gebracht haben... Alles in allem eine absolut grandiose Tour - und wir können nur sagen: Dakar, wir kommen wieder!

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