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Reisebericht "1. Libyan Sahara Rallye 2002"

Tag 9
Wir haben unseren letzten Sprit abgegeben und stehen vor dem Problem "Tankstelle"! In dem Dorf, in dem wir uns jetzt befinden, gibt es eine Tankstelle, jedoch keinen Diesel. Na ja, dann fahren wir eben zum nächsten Dorf in ca. 30km Entfernung. Aber dort stehen wir vor einem anderen Problem: diese Tankstelle hat zwar Diesel, jedoch keinen Strom im Moment. Also entschließen wir uns zu dem Wagnis, bis zum nächsten Dorf weiterzufahren und unsere allerletzten Tankreserven zu opfern. Glück gehabt! Jetzt heißt es ca. 65 Km wieder zurückfahren. Wir müssen zurück zum Startpunkt, um uns mit den anderen von der Orga zu treffen. Dem Tross folgen wir, nachdem alle den Start absolviert haben.


Durch hohe Dünen geht das ganze und zieht sich dann durch eine Bergregion mit wunderschönen Canyons in denen wir uns dann auch noch verfahren. Wir versuchen, dem nächsten GPS-Punkt zu folgen, der uns über einen Bergkamm lotst. Hoch kommt man bekanntlich schnell, nur runter das klappt nicht so gut. Wir verlieren 1 Stunde durch waghalsige Manöver in dieser Bergregion ohne richtig vorwärts zu kommen. Letzten Endes sehen wir unseren richtigen Canyon und wir sind sehr dicht am GPS-Punkt, nur die Höhe ist noch das Problem. Wir müssen noch vom ca. 200m hohen Bergrücken hinunterkommen und es gestaltet sich ziemlich schwierig, dafür eine Möglichkeit zu finden. Nach längerer Suche finden wir eine Wasserfurt, die uns - vorsichtig und mit Steinen unterlegt - nach unten führt. Geschafft!! Wir haben auch wieder Funkverbindung und erklären unsere Lage. Nach einer Stunde haben wir wieder Anschluss an die Orga, Gott sei Dank! Es folgt eine steinige Bergauffahrt und dann kommen wir am Lager an.


Kurze Pause, aber wir müssen dem Tross vorausfahren, um am nächsten Tag das Ziel zu nehmen. Wir bewegen uns in einer Steinwüste ohne Hügel, Vegetation und nur Grau. So geht es die nächsten 400Km. Es wird dunkel und meine Augen brennen vom konzentrierten Schauen, also schlagen wir im Niemandsland unser Lager auf und kochen was feines. Wir sind ganz allein und es ist ein komisches Gefühl, so ganz alleine da draussen zu sein. Aber wir sind froh, dem Tross mal entfliehen zu können. Soviel Ruhe ist man gar nicht mehr gewöhnt, wir essen unsere Nudeln trinken das auf der Fahrt gekühlte Bier und geniessen jeder auf seine eigene Weise die Stille!

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